ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

 

1. Allgemeines

 

1.1. Mit gegenständlichen AGB wird der Behandlungsvertrag zwischen Valeria Bisaccia (im Weiteren als „Hebamme“ bezeichnet) und der Schwangeren bzw. Wöchnerin (im Weiteren als „Klientin“ bezeichnet) im Sinne eines freien Dienstvertrages geregelt.

 

2. Vertragsabschluss

 

2.1. Mit der durchgeführten Online-Buchung, der schriftlichen Terminvereinbarung oder der Unterzeichnung des Behandlungsvertrages nimmt die Klientin für sich bzw. für das von ihr angemeldete Kind folgende Vereinbarung zur Kenntnis und erklärt die Kenntnisnahme und Akzeptanz dieser Bedingungen.

2.2. Die Hebamme ist berechtigt einen Behandlungsvertrag ohne Angaben von Gründen abzulehnen.

 

3. Vertragsgegenstand

 

3.1. Der genaue Leistungsinhalt des Behandlungsvertrags ergibt sich aus der Vereinbarung zwichen der Hebamme und der Klientin.

 

4. Erreichbarkeit

 

4.1 Die Hebamme bietet keine durchgängige Rufbereitschaft an. Die Hebamme schaltet ihr Diensthandy nach Dienstschluss aus. Dienstzeiten sind Werktage von Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00. 

4.2 Kann Die Klientin die Hebamme in dringenden Fällen nicht erreichen, ist sie selbst dafür verantwortlich das Krankenhaus oder eine gleichtgestellte medizinische Anlaufstelle zu kontaktieren.

 

5. Mitwirkungspflichten der Klientin

 

5.1. Die Klientin hat der Hebamme unaufgefordert wahrheitsgemäße Angaben über Umstände mitzuteilen, welche aus Sicht der Hebamme für die ordnungsgemäße Wahrung des Wohls und der Gesundheit der Klientin, sowie des/der Neugeborenen notwendig sind.

5.2. Die Klientin hat den Anweisungen der Hebamme Folge zu leisten. Hierfür ist die Klientin verpflichtet der Hebamme eigenverantwortlich, unverzüglich und unaufgefordert unzureichendes Verständnis oder Widerwillen mitzuteilen. Handelt die Klientin eigenwillig oder folgt der Empfehlung der Hebamme nicht, so sind die Folgen davon in der alleinigen Verantwortung der Klientin.

5.3. Die Klientin hat der Hebamme im Rahmen der Aufnahme der Erstanamnese als auch bei darauffolgenden Anamnesen und Befundbesprechungen alle nötigen Informationen zu erteilen.

5.4. Die Klientin verpflichtet sich der Hebamme allfällige Änderungen über ihre Personendaten oder Wohnsitz unverzüglich anzuzeigen.

5.5. Hinsichtlich der anvertrauten und bekannt gewordenen Tatsachen und Geheimnisse ist die Hebamme gemäß § 7 des Hebammengesetzes (HebG) zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Daten der Klientin werden entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorschriften verarbeitet und gespeichert.

5.6. Bei Verhinderung der Hebamme hat die Klientin bei der Organisation einer professionellen Weiterversorgung mitzuwirken.

5.7. Sollten sich Verständigungsprobleme ergeben, etwa durch Sprachbarrieren, ist es in der Mitwirkungspflicht der Klientin die Hebamme darüber in Kenntnis zu setzen und die Kommunikation bei Bedarf in Form eines Dolmetschers zu ermöglichen. Für etwaige Folgen von Missverständnissen oder fehlender Informationsweitergabe kann die Hebamme nicht haftbar gemacht werden.

5.8. Die Hebamme kann vom Behandlungsvertrag zurücktreten, wenn die Klientin ihre Mitwirkungspflichten verletzt

 

6. Termine

 

6.1. Sollte ein Termin nicht wahrgenommen werden können, so ist dies spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin der Hebamme telefonisch mitzuteilen.

6.2.. Wird der Termin nicht in oben angeführter Frist abgesagt, so hat die Klientin der Hebamme einen pauschalierten Schadenersatz in Höhe von 50€ pro ausgefallenem Termin zu bezahlen.

 

7. Vertretungsbefugnis

 

7.1. Die Hebamme erbringt die Leistungen im Wesentlichen selbst. Sie kann sich jedoch auch durch eine geeignete Person vertreten lassen. Die Vertretung unterliegt ebenso den Bestimmungen der Geheimhaltung- und Verschwiegenheitspflicht. 

7.2. Im Falle einer Vetretung ist die Hebamme dazu berechtigt der Vertretungshebamme personenbezogene Daten, besonders den Gesundheitszustand der Klientin und ihr Kind betreffend, weiter zu geben. 

7.3. Bei Verhinderung der Hebamme für die Erbringung der vereinbarten Leistungen bemüht sich die Hebamme um eine professionelle Weiterversorgung für die Klientin, wobei auch die Verweisung an eine Klinik als professionelle Weiterversorgung gilt.

 

8. Haftung

 

8.1. Die Hebamme haftet nicht für Schäden aus leicht fahrlässigem Verschulden, ausgenommen Personenschäden. Kommt die Klientin nicht ihrer Mitwirkungspflicht (gemäß Punkt 3.) nach, so haftet die Hebamme nicht für auftretende Schäden.

8.2. Die Hebamme haftet nicht für Schäden, die während oder durch die Betreuung einer fachgemäßen Vertretung auftreten.

 

8. Kosten der Betreuung, Beratung und Pflege

 

8.1. Die Hebamme ist Wahlhebamme und rechnet somit privat ab. Ein Teil der Kosten kann unter gewissen Umständen von der Krankenkasse rückerstattet werden. 

 

8.2 Rückerstattung durch die Krankenkasse:

8.2.1. Ambulante Geburt: 2 Hausbesuche in der Schwangerschaft bzw. Sprechstunden in der Hebammenordination und täglich 1
Hausbesuch vom 1. bis zum 5. Tag nach der Geburt, danach siehe 2.4.


8.2.2. Entlassung aus dem Krankenhaus: Täglich 1 Hausbesuch ab dem Tag nach der Entlassung bis zum 5. Tag nach der Geburt, danach siehe 2.4.


8.2.3. Entlassung aus dem Krankenhaus nach Kaiserschnittentbindung, Frühgeburt,
Mehrlingsgeburt: Täglich 1 Hausbesuch ab dem Tag nach der Entlassung bis zum 6. Tag nach der Geburt, danach siehe 2.4.


8.2.4. Ab dem 6. Tag nach der Geburt (Bei Entlassung aus dem Krankenhause, ambulanter Geburt
und Hausgeburt): Max. 7 weitere Hausbesuche bzw. Sprechstunden in der Hebammenordination vom 6. Tag bis zur 8.
Woche nach der Geburt bei besonderen Problemen (z. B. Stillschwierigkeiten, Dammverletzungen …


Für die unter Punkt 8.2 genannten Leistungen rückerstattet die Krankenkasse 80 % der Kosten der Tarife der österreichischen Krankenkassen (Aktuelle Tarife siehe: https://www.hebammen.at/eltern/kosten/kassentarife-2/)

 

 

9. Zahlungsbedingungen

 

9.1. Die Zahlungsbedingungen werden individuell vereinbart. Ohne Vereinbarung wird eine Gesamtrechnung nach Beendigung der Zusammenarbeit gestellt.

9.2. Bei Einzelberatung / -terminen muss der Rechnungsbetrag innerhalb von sieben Tagen auf das angegebene Konto überwiesen werden.

9.3. Die Hebamme ist berechtigt für jede Mahnung Mahnspesen in der Höhe von € 10,00 in Rechnung zu stellen.

9.4. Der Kursbetrag ist spätestens zwei Wochen vor Kursbeginn an das angegebene Konto zu überweisen.

 

10. Vertragsauflösung

 

10.1. Kurzfristige Auflösung des Vertrages im Falle einer Wochenbettbetreuung:

Bei einer kurzfristigen Vertragsauflösung einer vereinbarten Wochenbettbetreung ist eine Stornogebühr von 200€ zu bezahlen. Unter einer kurzfristigen Vertragsauflösung versteht sich die Auflösung  drei Monate oder später vor dem errechnetem Geburtstermin. Von dieser Regelung ausgenommen sind nachvollziehbare Gründe (medizinische Gründe, kurzfristiger Umzug). 

10.2. Der Vertrag kann jederzeit schriftlich oder mündlich von beiden Parteien ohne Angabe von Gründen aufgelöst werden.

10.3. Nach Ende des Vertrages behält sich die Hebamme das Recht Informationen über stattfindende Kurse o.ä. an die angegebene E-Mail-Adresse der Klientin zu senden. Sollte die Klientin das nicht wünschen, muss sie das am Ende der Betreuung bekannt geben.

 

11. Kurse

 

11.1. Die gesundheitliche Eignung zur Teilnahme am Kursprogramm ist Voraussetzung der Berechtigung zur Teilnahme am Kurs. 

11.2. Bei Vorliegen folgender Krankheiten oder Symptomen ist eine Teilnahme auf jeden Fall unzulässig: akute Erkrankungen, vor allem im HNO-Bereich (Schnupfen, Husten, etc.) Soor, Fieber, Durchfall, Augenerkrankungen, Ansteckende Krankheiten, Entzündungen.

11.3. Bei chronischen Krankheiten oder Krankheiten, die die Bereiche Herz, Kreislauf, Lunge und Blutdruck betreffen, wird eine ärztliche Rücksprache empfohlen.

11.4. Für sämtliche Kurse gilt: Es gibt keine Verpflichtung, bestimmte Übungen, Abläufe etc. mitzumachen. Wenn der Teilnehmer oder die Begleitperson der Babys/Kleinkinder/ Kinder eine Übung nicht mitmachen will, so steht dies jederzeit offen und ist den/der Kursleitern/in mitzuteilen.

11.5. Wenn eine Verhinderung besteht, ist dies der Hebamme per SMS an der bekanntgegebenen Telefonnummer mitzuteilen. Es besteht kein Anspruch auf Erstattung oder Nachholen der versäumten Stunden.

11.6. Falls die Hebamme verhindert sein sollte die Kursstunde abzuhalten, zB. Krankheitsfall, wird diese nachgeholt. Für Kurse gibt es keine Vetretung.

11.7. Es wird darauf hingewiesen, dass die Hebamme keine Haftung für mitgebrachte Gegenstände wie Kleidung etc. übernehmen kann. Schäden, die von Teilnehmer(inne)n verursacht werden, sind von diesen zu ersetzen. Für den Fall, dass die Schäden von Kindern verursacht werden, sind diese von deren Erziehungsberechtigten zu ersetzen.

 

12. Anzahl der Vor- und Nachsorgen

 

In der Schwangerschaft erfolgt abgesehen vom Mutterkindpassgespräch zumindest ein Termin mit der Hebamme, um die Anamnese der Klientin zu erfassen.

Die Anzahl der Nachsorgeterminen richtet sich individuell nach den Bedürfnissen und dem gesundheitlichen Zustand des Neugeborenen und der Wöchnerin, welcher durch die Hebamme beurteilt wird. Prinzipiell ist bis zum fünften Tag nach der Geburt je eine Hausbesuch pro Tag vorgesehen. Weitere Visiten können bei Bedarf und nach Terminvereinbarung innerhalb der ersten acht Lebenswochen des Kindes erfolgen.

Wird trotz bestehendem Vertrag keine Visite in Anspruch genommen, ist eine Aufwandsentschädigung von 200€ zu bezahlen.

 

13. Benachrichtigung über die Geburt

 

Um eine Nachbetreuung gewährleisten zu können muss die Hebamme bei Einsetzen der Wehentätigkeit aber spätestens bei der Aufnahme im Spital per SMS informiert werden.

 

 

14. Schlussbestimmungen

 

14.1. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein oder ungültig werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Vertragsvorschriften nicht berührt.

14.2. Bei Widersprüchen im Vertrag gelten nachstehende Rechtsquellen in angegebener Reihenfolge:

a) Bestimmungen des Hebammengesetzes (HebG);
b) Bestimmungen des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzesbuches (ABGB)

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